P r o j e k t e
 
"Holographische Kurzzeitspektroskopie an optisch angeregten, kleinen freien und gebundenen Polaronen in LiNbO3-Kristallen"
Bewilligung im Rahmen eines Einzelantrags, IM 37/5-1
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit des Projektes: 2008 - 2011
Fördervolumen: 216.600,- EUR


Optisch angeregte, kleine Polaronen sind für Anwendungen von LiNbO3 in der nichtlinearen Photonik, beispielsweise bei der Zwei-Farben-Holographie oder bei der Entstehung des optischen Schadens, von zentraler Bedeutung. In diesem Projekt wollen wir der Frage nachgehen, welchen selektiven Beitrag die vier mittlerweile nachgewiesenen, metastabilen polaronischen Zustände an den optischen - insbesondere photorefraktiven - Eigenschaften der Kristalle aufweisen. Dabei wollen wir klären wie Brechungsindexänderungen auf der Basis rein polaronischer Dichtemodulationen entstehen können. Dies ist auch mit der Frage nach polaronischen Transportlängen verbunden, die wir durch eine gezielte Einstellung von Probenzusammensetzung bzw. reduktionsgrad experimentell potentiell bestimmen können. Als Untersuchungsmethode wollen wir die holographische Kurzzeitspektroskopie einführen, mit der wir photochrome und photorefraktive Prozesse simultan studieren können. Hierbei bildet die zeitaufgelöste Strahlkopplungsanalyse einen experimentellen Schwerpunkt. Aus einem Vergleich unserer Ergebnisse mit Monte-Carlo-Simulationsrechnungen können wir möglicherweise auch Verfahren zur Unterdrückung des optischen Schadens ableiten.

"Der Einfluss der Mehrwellenmischung auf die optische Zerstörschwelle verschiedener nichtlinearer Kristalle bei der Frequenzvervielfachung und –mischung zur Erzeugung von ultraviolettem Laserlicht "
Bewilligung im Rahmen des Transferbereichs 13 "Optische Anwendungen oxidischer Materialien" als Teilprojekt A5:  TFB13-04
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit des Projektes: 2004 - 2007
Fördervolumen: 366.000,- EUR
Förderanteil des Kooperationspartners: + 100%, davon 150.000,- EUR in Sachausstattung.

Die Ziele des Transferbereichs sind die Aufklärung der physikalischen Prozesse, die zur Entstehung des optischen Schadens bei der Erzeugung von ultraviolettem Licht bei der Frequenzmischung in LBO-Kristallen führen (lambda = 355 nm und lambda = 266 nm). Es sollen Gegenmaßnahmen aufgezeigt, Vorschläge zur Unterdrückung erarbeitet und damit geeignete prototypische Verfahren für die technologische Anwendung entwickelt werden. Weitere Aufgaben sind die Untersuchungen der Prozesse auch an CsLiB6O10 (CLBO), beta-BaB2O4 (BBO) und BiB3O6 (BIBO)- Kristallen, die ebenfalls zur Frequenzmischung eingesetzt werden.

"Unkonventionelle photorefraktive Prozesse in zentrosymmetrischen Kristallen"
Bewilligung im Rahmen des Mercator Gastprofessurenprogrammes: OS 55/2-1

gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit des Projektes: 2003 - 2004
Fördervolumen: 49.000,- EUR


Lichtinduzierte Änderungen des Brechwertes sind in elektrooptischen Kristallen seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt und umfassend untersucht worden. Im vorliegenden Forschungsprojekt sollen die Untersuchungen speziell auf zentrosymmetrische Kristalle erweitert werden. In diesen Materialien werden auch lichtinduzierte Änderungen des Brechwertes beobachtet, können aber nicht auf den linearen elektrooptischen Effekt zurückgeführt werden [1-7]. Den quadratischen elektrooptischen Effekt kann man aufgrund der bei der Zweistrahl-Interferometrie erhaltenen Ergebnisse (halbe Gitterperiode) als Ursache ausschließen. Unklar sind die zugrunde liegenden Prozesse, die zu einer Brechwertänderung bei Lichtbestrahlung führen. Im Rahmen der Gastprofessur soll in den bereits bekannten Substanzen nach einer Aufklärung der Ursachen für das Auftreten einer lichtinduzierten Brechungsindexänderung gesucht werden. Grundlage hierfür ist ein Modellansatz, dem Voraussetzungen für die Existenz eines photorefraktiven Verhaltens entnommen werden können. Das Modell soll durch eine systematische Suche nach zentrosymmetrischen Materialien,  welche diese Bedingungen erfüllen, verifiziert werden. Als Messmethode für die Untersuchung des photorefraktiven Effektes und seiner Eigenschaften sollen neben der Zweistrahl-Interferometrie auch spektroskopische Methoden [3] und die nichtlineare  Streuung [8,9] eingesetzt werden. Die Erweiterung des Untersuchungsspektrums in den ultravioletten Wellenlängenbereich und die Verwendung von gepulstem Laserlicht ist physikalisches Neuland. Wir erwarten, dass diese Untersuchungen Bedeutendes zur Klärung des Phänomens beitragen werden.
„Erzeugung holographischer Lichtstreuung mittels Mehrwellenmischung in photorefraktiven Kristallen mit kurzen intensiven Laserpulsen“
Bewilligung im Rahmen eines Einzelantrags, IM 37/2-1 und IM 37/2-2
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit des Projektes: 2003 - 2006
Fördervolumen: 128.000,- EUR

Holographische Streuung tritt in allen photorefraktiven Materialien bei Beleuchtung mit Dauerstrichlicht auf: Einfallendes Laserlicht wird an Kristall-Inhomogenitäten gestreut, so dass über die Interferenz  von Streu- und Pumpwellen Volumenphasenhologramme aufgezeichnet werden. An diesen wird die Pumpwelle gebeugt und die Streuwellen werden verstärkt. Nicht bekannt ist, ob holographische Streuung auch bei Beleuchtung mit kurzen intensiven Lichtpulsen auftritt. Dies ist insbesondere für das Signal-zu-Rausch-Verhältnis bei der Entwicklung von schnellen optischen Schaltern, Echtzeit-Interferometern und holographischen Datenspeichern auf der Basis photorefraktiver Kristalle von Interesse, bei denen Volumenphasenhologramme mit kurzen intensiven Lichtpulsen aufgezeichnet werden. Im Rahmen des hier beantragten Projektes wollen wir die Erzeugung holographischer Streuung in photorefraktiven Kristallen nach Beleuchtung mit kurzen intensiven Lichtpulsen nachweisen. Das Ziel ist es, Kenntnisse über die aufgezeichneten parasitären Volumenphasenhologramme, die Verstärkungsmechanismen und die bei hohen Lichtintensitäten ablaufenden Ladungstransportprozesse (Diffusion, Drift und der photovoltaische Effekt) zu gewinnen.
„Der Einfluss von Störstellen auf die Frequenzverdopplung- und verfielfachung in verschiedenen nichtlinearen Kristallen innerhalb des Resonators (intracavity)“
Transferbereich 13 (TFB) "Optische Anwendungen oxidischer Kristalle", Teilprojekt A3
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit des Teilprojektes: 2000 - 2003
Fördervolumen: 225.000,- EUR

Das Teilprojekt A3 beschäftigt sich mit dem Einfluss von Störstellen auf die Frequenzverdopplung (intracavity) in nichtlinearen optischen Kristallen. Untersucht werden physikalische Prozesse, die in diesen Kristallen durch Lichtbestrahlung zu einer nicht-reversiblen Änderung ihrer optischen Eigenschaften führen. Mit dem Kooperationspartner, der Coherent Lübeck GmbH, gelang es, erste Verfahrensvorschläge zur Unterdrückung dieser Prozesse zu erarbeiten, die für den Anwendungsbereich besonders störend sind.


Die Abbildung zeigt den prinzipiellen Aufbau eines diodengepumpten Festkörperlasers mit KTiOPO4 als nichtlinearer optischer Kristall innerhalb des Resonators.



Holographische Informationsspeicherung
DFG-Projekt WO618/3-2
1996-1999
Neue photorefraktive Materialien
DFG Sonderforschungsbereich 225, Projekt A6
1997
"Holographische Speicherung mit kurzen Lichtpulsen"
gefördert durch das Land NRW, NRW-Media (TPW)
2000-2002
Lichtinduzierten Metastabile Elektronenzustände (LIMES) in Nitrosylprussiaten
DFG-Projekt MU317/1-1
1998-2000
Bau eines Demonstrators zur holographischen Datenspeicherung
Industriekooperation
1999-2002